Beilagen wurden bei Poligrāfijas Grupa Mūkusala traditionell von Hand eingesteckt. Doch nach Inbetriebnahme einer neuen Heatset-Rotation im Jahr 2006 verzeichneten die (Semi-) Commercials, Magazine und Vorprodukte – jedenfalls bis zur aktuellen Wirtschaftsflaute – ein rasantes Wachstum. Das erstaunt wenig, denn Mūkusala produziert 25, vorwiegend im Tabloid-Format gedruckte und in Lettland sowie im Nachbarland Litauen erscheinende Zeitungstitel: neun Tageszeitungen, elf Wochenblätter und fünf unregelmässig erscheinende Titel.
 Direktor Visvaldis Trokša: «Dank des ausgezeichneten Trainings und der wertvollen Tipps von Müller Martini haben wir unsere Produktionsprozesse schnell verbessert.»
Keine Handarbeit mehr
«Um die engen Produktionszeitfenster zwischen 19 und 2 Uhr weiterhin einhalten zu können, haben wir die Handarbeit durch ein automatisches Einstecksystem abgelöst», sagt Direktor Visvaldis Trokša, der auch Vorsitzender des Verbandes lettischer Druckereien (LPUA) ist. Auf den ProLiner mit fünf Stationen fiel die Wahl laut Visvaldis Trokša nicht zuletzt deshalb, «weil wir beim Sammelhefter BravoPlus gute Erfahrungen mit Müller Martini gemacht haben. Auch das ProLiner-Projekt wurde von unserem Partner professionell abgewickelt. Besonders geschätzt haben wir das ausgezeichnete Training und die wertvollen Tipps, dank denen wir unsere Produktionsprozesse schnell verbessert haben. Und gibt es mal ein Problem, hat Müller Martini jeweils schnell eine Lösung.»
Der ProLiner wird bei der 1994 gegründeten und mit 91 Mitarbeitern zweitgrössten Druckerei Lettlands inline und offline eingesetzt. «Offline verwenden wir ihn insbesondere bei tieferen Geschwindigkeiten», so Produktionsleiter Sergejs Belouss. «Die Produkte gehen dann zuerst auf den Kreuzleger Forte (den wir im Übrigen auch für Zeitungen einsetzen), bevor wir sie im ProLiner einstecken.»
 Das Zeitungs-Einstecksystem ProLiner wird bei Mūkusala inline und offline eingesetzt.
Compacto und BravoPlus
Ausnahmslos inline läuft hingegen der ebenfalls von Müller Martini stammende Rotationsschneider Compacto. Denn einige der zahlreichen Magazine und Werbebroschüren, die mit Auflagen zwischen ein paar Tausend und 47 000 Exemplaren zunehmend auch für den Export gedruckt werden, werden auf dem Rotationsschneider dreiseitig geschnitten. «Insbesondere die hohe Taktzahl des Compacto ist ein enormer Vorteil», betont Sergejs Belouss, «er fängt die Leistung unserer neuen, meistens rund um die Uhr laufenden Rotation voll auf.»
Hochwertigere Magazine, die für den eigenen Verlag und für andere Herausgeber gedruckt und teilweise auch nach Skandinavien exportiert werden, gehen auf den Sammelhefter BravoPlus mit sechs Anlegern, Warenkleber, Kreuzleger Robusto und einer Folierung mit Schrumpftunnel. Weil auch die drahtgehefteten Produkte zunehmend Beilagen enthalten, nahm Mūkusala zwei Jahre nach dem BravoPlus zusätzlich eine Einsteck- und Folierlinie Onyx/Rubin in Betrieb.
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