Nicht verwunderlich also, dass bei der Konzerntochter Edita Prima Oy im Oktober 2004 die erste Rollenoffsetmaschine Alprinta in Finnland installiert wurde und seither Lotterielose in Millionenhöhe darauf gedruckt wurden.
 Die Produktionsverantwortlichen Seppo Ursin (Mitte) und Teijo Liimatainen (rechts) von Edita mit Tom Lindström von Müller Martini Finnland vor der neuen Rollenoffsetmaschine Alprinta .
Der Edita Konzern ist einer der bekanntesten Druckhersteller in Finnland. Er beschäftigt in seinen Betrieben in Finnland und Schweden mehr als 1300 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2003 rund 170 Millionen Euro Umsatz.
In Helsinki stellt die Edita Printing Services (Edita Prima Oy, Edita Kvartto Oy und Acta Print Oy) Magazine, Security-Produkte, Lotterielose, spezielle Formularprodukte, Bücher, Direktmarketing-Produkte, Briefumschläge und anderes her – kurzum: man will den Kunden einen vollen Service anbieten. Dabei setzt man seit Jahren auf modernste Müller Martini-Technologie.
Alprinta: Höchste Produktivität und Qualität Nach den guten Erfahrungen, die man bei Edita in den vergangenen Jahren mit den Rollenoffsetdruckmaschinen Concept und Concept-NT von Müller Martini gesammelt hat, kam es im Oktober 2004 zur Inbetriebnahme der ersten Rollenoffsetmaschine Alprinta in Finnland. „Ein Entscheid, den wir bis heute nicht bereut haben,“ unterstreicht Production Manager Seppo Ursin. „Die Maschine hat unsere Erwartungen sogar übertroffen.“ So lobt er die hohe Druckqualität, die einfache Handhabung und die enorme Produktivität. „Es ist ein riesiger Vorteil, dass wir mit der Alprinta die unterschiedlichsten Produkte fahren können. Die Vielseitigkeit der Maschine ist grandios, sodass sie bei uns quasi drei andere Druckmaschinen ersetzt.“
Gedruckt wird auf der Alprinta praktisch rund um die Uhr. Sie wird dreischichtig an den Werktagen gefahren, darüber hinaus gibt es eine spezielle Schicht an den Wochenenden. Dabei handelt es sich sowohl um kleinere Druckaufträge von einigen Tausend Exemplaren bis hin zu Lotterielosen in Millionenhöhe für die Lottospieler in ganz Finnland. „Seit der Inbetriebnahme der Alprinta konnten wir unseren Output glatt verdoppeln. Die Makulaturrate ist gering und die Qualitätskontrollen sind eine Klasse für sich.“- Seppo Ursin ist voll des Lobes für die neue Rollendruckmaschine, die an der drupa 2004 erstmals einem breiten Publikum vorgestellt worden war.
Die Alprinta bei Edita Prima ist mit sechs Druckwerken ausgestattet, und für Seppo Ursin ist der modulare Aufbau der Maschine ein weiterer wichtiger Pluspunkt für Müller Martini gewesen: „Die Maschine kann leicht ausgebaut werden und lässt uns somit alle Optionen für die Zukunft offen.“
Weiterverarbeitung: PUR-Produkte werden auf dem Acoro A7 hergestellt
Auch in der Weiterverarbeitung kommt bei Edita modernste Müller Martini-Technik zum Einsatz. So produziert man seit gut einem Jahr zur vollen Zufriedenheit klebegebundene Produkte auf dem Acoro A7. „Wir können sowohl Hotmelt als auch Polyurethan (PUR) auf dem Acoro an demselben Tag fahren, weil die Maschine über 28 Zangen verfügt,“ unterstreicht Production Manager Teijo Liimatainen. „Die PUR-Produktion wird aber immer wichtiger und ist stark steigend!“
Edita hat einen eigenen Verlag, der besonders auf die Produktion von Schulbüchern ausgerichtet ist, die heute alle mit PUR gebunden werden. „Am Anfang hatten wir hier mit einem Vorurteil zu kämpfen“, erinnert sich Teijo Liimatainen. „Es wurde behauptet, dass PUR schwer zu fahren sei. Jetzt sind wir sehr überrascht, wie einfach das Arbeiten mit PUR eigentlich ist und welch hohe Qualität (Festigkeit, Layflat) erzielt werden kann.“ Dies ist ein Kompliment für Mensch und Maschine: für den Maschinenführer, weil er in kürzester Zeit die Technik beherrscht hat - für die Maschine, weil der hohe Automatisierungsgrad und die menügeführte Steuerung des Acoro die Bedienung erheblich erleichtern.
Digitaldruckprodukte effizient herstellen
Neben der Qualität und der Bedienerfreundlichkeit war auch die schnelle Umrüstbarkeit ein wesentliches Argumentfür die Anschaffung des Acoro. „Wir fahren nämlich auch sehr viele kleinere Auflagen auf dem Acoro. Und da spielt die Rüstzeit natürlich eine wichtige Rolle“, macht Teijo Liimatainen klar. So werden heute auch die digitalgedruckten Bücher auf dem Acoro klebegebunden. „Wir können festhalten, dass selbst Produkte mit sehr kleinen Auflagen wirtschaftlich auf dem Acoro hergestellt werden können.“
Auch die Vernetzung spielt bei Edita eine wichtige Rolle. Man legt Wert darauf, dass sich alle neuen Maschinen optimal in den internen Workflow integrieren lassen. Kein Problem für Alprinta und Acoro, wie die Production Manager von Edita bestätigen. Beide Maschinen entsprechen demmodernen CIP4-Produktionsstandard, was die Edita-Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft schauen lässt. |