 In Bad Mergentheim präsentierte Müller Martini modernste Produktionsmittel zur Herstellung von Hardcover-Büchern.
Im Hardcover-Forum der Müller Martini Buchtechnologie GmbH in Bad Mergentheim präsentierte der Weltmarkt-Leader am 5. und 6. November 2007 den zahlreich erschienen Besuchern modernste Produktionsmittel zur Herstellung von Hardcover-Büchern. Es wurde ein äußerst leistungsfähiges Inline-System vorgeführt, in dem fadengeheftete Buchblocks in einem einzigen Durchlauf zu fertigen Hardcover-Büchern von hoher Qualität hergestellt wurden. Als Weltneuheiten wurden dabei im Ableimprozess die neue Buchblock-Ganzpresse, der Vorsatzbogenanleger vor der Ableimmaschine Collibri sowie die Leseband-Einlege-Maschine Ribbon gezeigt. Eine weitere Weltpremiere stellte die neue Shortrun-Buchlinie Diamant 35 (mit einer Leistungssteigerung von 16% gegenüber dem Vorgängermodell) dar. Als weitere Highlights demonstrierte Müller Martini eine Fadenheftmaschine Ventura mit dem neuen Zuführmagazin ZFM, und ein komplettes Fadenheft-Verbundsystem VenturaConnect, auf dem Produktionen mit dem neuen Bogen-Kontrollsystem Asir3 gefahren wurden.
Weltpremiere der neuen Zusammentragmaschine 3697 in Felben In der Buchbinde-Akademie in Felben präsentierte sich die Müller Martini Buchbinde-System AG vom 7. – 9. November 2007 unter dem Motto „Meister in allen Klassen“. Dabei wurde den Besuchern mit der Weltpremiere der neuen Zusammentragmaschine 3697 - mit einem neuen, revolutionären Vereinzelungsprinzip – ein ganz besonderes Highlight geboten. Diese neuartige Lösung überzeugt mit einer innovativen Bogenseparierung, bei der die Signaturen vom Stapel abgeschält und sicher in den konkaven Kanal ausgefördert werden. Mit kurzen Rüstzeiten, hohen Laufleistungen und einer maximalen Anlegerflexibilität verspricht die neue Zusammentragmaschine 3697 bislang unerreichte Schichtleistungen. Nicht von ungefähr wurde diese patentierte Müller Martini-Neuerung kürzlich mit einem Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie ausgezeichnet. Die neue Zusammentragmaschine wurde den fachkundigen und äusserst interessierten Besuchern unter Praxisbedingungen in Kombination mit der Hochleistungs-Klebebindelinie Corona C18 vorgeführt.
 Highlight in Felben: Die Weltpremiere der neuen Zusammentragmaschine 3697.
Müller Martini trat mit weiteren Vorführungen den Beweis an, dass der Schweizer Systemhersteller mit seiner modular aufgebauten Systempalette in allen Leistungsklassen der Klebebindung weltweit führend ist. Auf der Klebebindelinie Pantera unterstrich Müller Martini die Kompaktheit und Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung von Softcover-Büchern im Leistungsbereich bis 4000 Takte/h. Die wachsende Bedeutung von Qualitätskontrollen in der modernen Buchherstellung wurde den Besuchern bei den Präsentationen an der Bolero-Linie (8000 Takte/h) verdeutlicht. Diese war mit der neuen Buchverifikation zur Kontrolle von Inhalt und Umfang ausgerüstet, die die Besucher ins Schwärmen brachte. Auf der Bolero-Linie wurde mit PUR produziert. Dabei kam die neue Buchrückendüse VPN zum Einsatz.
Einen äusserst gelungenen Abschluss der Open House-Tage bildete am Schlusstag das spannende Referat von Dr. David Bossart (CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft). Darin ging er der Frage nach, welche Bedeutung Innovationen für die grafische Industrie haben und warum sie für zukunftsgerichtete Unternehmen heutzutage unerlässlich sind.
Ein Plädoyer für die Leidenschaft Das Auditorium in der Müller Martini Buchbinde-Akademie in Felben war bis auf den letzten Platz besetzt, als Dr. David Bosshart in einer Rahmenveranstaltung des Open Houses zum Thema «Differentiate or die – warum Innovationen unerlässlich sind für den zukünftigen Erfolg» sprach. Der CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Rüschlikon zeigte den Vertretern der grafischen Branche in seinem einstündigen Referat auf, wie sie ihr Innovationsklima fördern können.
 Dr. David Bossart referierte über die Bedeutung von Innovationen für die grafische Industrie.
Bosshart forderte die aufmerksamen Zuhörer auf, schneller auf innovative Lösungen zu setzen und mehr Leidenschaft zu zeigen. «Denn Leidenschaft ist der wichtigste Faktor für die Wertschöpfung.» Entscheidend sei, die Kundenbedürfnisse der Zukunft über die Wertschöpfungskette hinaus zu antizipieren. Als klassisches Beispiel dafür nannte er den iPod, der die gesamte Musikbranche nachhaltig verändert habe.
Bezogen auf die grafische Industrie bedeute Zukünftiges vorwegnehmen, sich Gedanken zu machen über Haptik, Verdelungen, Gestaltung, neue Oberflächen, neue Farben, neue Drucklacke und die Frage «Was will der Leser als Endverbraucher?». Gemäss Bosshart hat die grafische Branche diesbezüglich einen gesunden Background, weil sie – im Gegensatz etwa zu den Finanzmärkten – mit ihren Maschinen konkrete Produkte herstellt.
Der Referent forderte die Unternehmer auf, mutig zu sein – aber nicht übermütig. Dennoch hatte er ein paar futuristisch anmutende Tipps auf Lager. So forderte er Firmeninhaber auf, «einen Hofnarr anzustellen, der durch den Betrieb läuft, mit den Mitarbeitern spricht und Ihnen danach die Wahrheit erzählt.» |