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Stangenausleger Vivo - eine türkische Erfolgsgeschichte
Mit Tuna Matbaacilik, Koza Yayin Dağitim, Ada Printing Publishing und der Druckerei des Bildungsministeriums vertrauen gleich vier grafische Unternehmen in der türkischen Hauptstadt Ankara auf den flexiblen und für seine schnelle Umrüstzeit bekannten Stangenausleger Vivo von Müller Martini.


Dank der ausgezeichneten Stangenqualität des Vivo haben drei türkische Unternehmen die Leistung in der Weiterverarbeitung um 10 und mehr Prozent gesteigert.

Die drei Familienbetriebe Tuna, Koza und Ada haben dreierlei gemeinsam: Sie haben vor kurzem in eine neue Druckmaschine investiert. Sie haben mit der Inbetriebnahme eines Stangenauslegers Vivo die Produktionsprozesse beschleunigt und damit die Produktionskosten gesenkt. Und sie haben die Leistung in der Weiterverarbeitung dank der ausgezeichneten Stangenqualität des Vivo markant gesteigert.

Tuna Matbaacilik: langjährige Zusammenarbeit mit Müller Martini
Auf mindestens 10 Prozent veranschlagt Tayfun Yildirim, der Tuna Matbaacilik 1994 gegründet hat und zusammen mit den beiden anderen ihm gehörenden Unternehmen Yildirim und Gizem 115 Mitarbeiter beschäftigt, die Effizienzsteigerung am Klebebinder. «Vor der Inbetriebnahme der neuen Rotation haben wir alles von Hand abgenommen. Doch die neue Druckmaschine liefert 40 000 Exemplare pro Stunde. Klar, dass wir da in der Rotationsabnahme handeln mussten.»

Tayfun Yildirim hat bereits mit Weiterverarbeitungssystemen von Müller Martini und insbesondere auch mit dem After Sales Service des türkischen Müller Martini-Vertretung Pasifik gute Erfahrung gemacht. So produziert der seinerzeit als Gebrauchtmaschine gekaufte Martini-Klebebinder, der im vergangenen Jahr über ein Floorveyor-Transportsystem mit einem neuen Dreischneider Merit und einem Buchzählstapler CB-16 gekoppelt wurde, auch nach jahrzehntelangem Einsatz immer noch 7000 Softcover-Bücher pro Stunde. 2003 kam ein Klebebinder AmigoPlus, im Jahr darauf ein Sammelhefter Presto hinzu. «Für mich war deshalb klar», so Tayfun Yildirim, «dass auch unsere neue Rotationsabnahme von Müller Martini stammen musste.»

Dass der im Mai 2006 in Betrieb genommene Vivo zuverlässig läuft, kommt der jährlich rund 5000 Tonnen Papier bedruckenden Tuna vor allem in den Sommermonaten zugute. Denn zwischen Juni und August werden im Drei-Schicht-Betrieb und während sieben Tagen in der Woche die Schulbücher für das Bildungsministerium produziert. Sie machen rund 90 Prozent des Softcover-Volumens von Tuna aus. Es ist ein erklärtes Ziel von Tayfun Yildirim, noch mehr Aufträge für die Regierung auszuführen. «Dafür müssen wir aber in kürzester Zeit ausgezeichnete Qualität liefern, weshalb wir die Automatisierung laufend erhöhen.»

Die restlichen Bücher und Magazine erscheinen allesamt im Selbstverlag. Für Fremdkunden produziert Tuna nicht, hingegen werden aus Kapazitätsgründen Aufträge an andere Unternehmen vergeben. Dass die Bogen das Haus in Form von Stangen verlassen, erleichtert den Partnerfirmen die Weiterverarbeitung ebenfalls enorm.


Özgür Karaca (rechts), Geschäftsführer von Koza Yayin Dağitim: «Mit dem Vivo erhöhten wir die Produktivität und sparten enorm Platz.» Links Maschinenführer Sadik Dinlemez.

Koza Yayin Dağitim: saubere Stangen und einfache Bedienung
Gar auf 15 Prozent beziffert Özgür Karaca, Geschäftsführer der 1987 von seinem Vater gegründeten und rund 70 Mitarbeiter beschäftigenden Koza Yayin Dağitim, die Effizienzsteigerung seiner Klebebindelinie dank des neuen Stangenauslegers. Für die höhere Leistung verantwortlich sind zum einen die perfekten Stangen des Vivo. Zum andern druckt Koza seit Mai 2006 auch die Bogen für Schulbücher im eigenen Haus und hat so nicht nur kürzere Wege, sondern auch die volle Kontrolle über den gesamten Produktionsprozess – sowohl in qualitativer als auch in terminlicher Hinsicht.

Vor der Investition in eine neue Druckmaschine wurden diese Aufträge an einen Partner vergeben. «Mit der Inbetriebnahme der neuen Rotation war auch klar», so Özgür Karaca, «dass wir die Bogen nicht mehr von Hand abnehmen konnten, sondern einen Stangenausleger brauchten. Wir erhöhten damit die Produktivität und sparten enorm Platz, weil wir nicht mehr so viele Paletten benötigen.»

Nach zwei Gebrauchtmaschinen älteren Typs (einem Klebebinder Pony und einem Sammelhefter 221) ist der Vivo die erste neue Maschine von Müller Martini im Hause Koza. «Wir haben uns», sagt Özgür Karaca, «in der Branche umgehört und dabei schnell festgestellt, dass es keine valablen Alternativen zum Stangenausleger von Müller Martini gibt.» Der Firmenchef schätzt neben den sauberen Stangen insbesondere auch die einfache Bedienung: «Obwohl sie zuvor noch nie an einem Stangenausleger gearbeitet hatten, hatten unsere Maschinenführer den Vivo nach einem kurzen Training zusammen mit den Technikern von Pasifik sehr schnell im Griff.» Özgür Karaca bedient den Vivo zwar nicht selber, ist aber von der Technik fasziniert: «Es macht mir richtiggehend Spass, der Maschine zuzuschauen.»

Auch bei Koza Yayin Dağitim werden vom Vivo besonders in den Sommermonaten Höchstleistungen gefordert. Von den jährlich 2500 Tonnen Papier werden deren 2000 in der Schulbuch-Hochsaison bedruckt. Dann laufen sämtliche Maschinen während der ganzen Woche dreischichtig. «Ohne unseren neuen Stangenausleger», so Yayin Dağitim, «könnten wir die Aufträge für die Regierung nicht erledigen.» Dazu gibt Koza auch zahlreiche Bücher und Magazine im Eigenverlag heraus und produziert zusätzlich auch für andere Herausgeber.

Ada Printing Publishing: Schritt für Schritt erweitert
Erst ein paar Monate sind es her, seit bei Ada Printing Publishing die erste Druckmaschine Einzug gehalten hat. «Wir bauen unser Unternehmen Schritt für Schritt aus», sagt Firmenbesitzer M. Abbas çarhoğlu. 1992 gründete er den Verlag Dörtel, acht Jahre später Ada. Zusammen beschäftigen die beiden Firmen 40 Mitarbeiter.

Ada startete die Produktion 2000 mit einer Klebebindelinie eines anderes Maschinenherstellers. 2003 folgte eine Fadenheftmaschine Ventura von Müller Martini. Und in diesem Jahr stieg das Unternehmen auch ins Druckgeschäft ein. Nur wenige Wochen nach der 40 000 Exemplare pro Stunde druckenden neuen Rotation wurde auch der Vivo in Betrieb genommen. «Danach hatten wir», so M. Abbas çarhoğlu, «eine mindestens zehnprozentige Steigerung an der Klebebinde-Linie.»

Dass sich das Auftragsvolumen von Ada schnell erhöhte (an Spitzentagen während der Schulbuch-Saison im Sommer werden im Drei-Schicht-Betrieb rund 25 Tonnen Papier bedruckt), ist nicht zuletzt auch eine Folge der automatisierten Rotationsabnahme. «Ich kenne Müller Martini seit vielen Jahren. Deshalb fiel mir der Entscheid für den Vivo leicht», sagt M. Abbas çarhoğlu. «Zudem habe ich ihn bei anderen Betrieben im Einsatz gesehen. Dabei gefiel mir vor allem die einfache Bedienung.»

Ada produziert ausschliesslich für andere Herausgeber. Grösster Kunde ist das Bildungsministerium mit seinen Schulbüchern. Dazu kommen mehrheitlich Verlage aus dem Grossraum Ankara, aber auch aus anderen türkischen Städten. Ada druckt im Coldset-Verfahren auch Tabloid-Zeitungen für Gewerkschaften. Geplant ist ein baldiger Einstieg ins Geschäft mit Magazinen und Beilagen. «Dafür müssen wir jedoch», so M. Abbas çarhoğlu, «erst in eine neue Heatset-Druckmaschine investieren.»

Bildungsministerium: der Vivo als Geheimnisträger
An einem besonderen Ort steht seit vergangenem Juli der vierte neue Vivo in Ankara im Einsatz. In einer Spezialdruckerei des Bildungsministeriums stellen 44 Mitarbeiter ausschliesslich Druckprodukte mit höchst brisantem Inhalt her. Jährlich sieben Millionen Prüfungsunterlagen – für Schüler ebenso wie für sich weiterbildende Berufsleute – werden an der geheimnisumwitterten Stätte für die gesamte Türkei gedruckt und geheftet. Pro Prüfung liegt der Maximalumfang bei zwei Bogen à 16 Seiten – allerdings mit verschiedenen Seitenreihenfolgen, um das Spicken zu erschweren. «Top secret» lautet da die Devise fürs ganze Haus, und selbst das unverdächtige «Panorama»-Team aus der neutralen Schweiz hatte keinen Zutritt zum Maschinenpark.

«Bis in diesem Sommer haben wir die Bogen von Hand abgenommen», sagt Mustafa Akdaş, Leiter Druck und Produktion im Bildungsministerium. «Aber sie können sich vorstellen, wie lange wir dafür brauchten.» Die staatliche Druckerei forcierte deshalb eine automatisierte Lösung. Mustafa Akdaş: «Wir besuchten ein paar Müller Martini-Kunden und entschieden uns aufgrund deren guter Erfahrungen für den Stangenausleger Vivo. Das hat unseren Produktionsprozess massiv beschleunigt.»

Zehn neue Vivo in der Türkei
Neben den vier Vivo bei Tuna, Koza, Ada und dem Bildungsministerium in Ankara sind in jüngster Zeit sechs weitere Stangenausleger des gleichen Typs in der Türkei installiert worden: drei bei çaglayan in Izmir, zwei bei Dogan in Istanbul und einer bei Imaj in Istanbul.
 
 

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