Archiv Rotationsabnahme
Mondadori Printing: Zwei neue AvantiPlus von Müller Martini sorgen für einen effizienten Prozessablauf
Schnell, zuverlässig, qualitativ hochstehend – die beiden neuen Stangenausleger AvantiPlus bei Mondadori Printing in Verona erweisen sich als optimale Schnittstelle zwischen Rotation und Druckweiterverarbeitung.


Giovanni Vaglia, Drucksaal-Verantwortlicher bei Mondadori Printing in Verona (links): «Wir brauchen ebenso schnelle wie zuverlässige Maschinen.» Rechts Samuele Trovati, Sales Manager Müller Martini Italien.

Sechs Cerutti-Tiefdruckmaschinen mit Bahnbreiten zwischen 2,25 m und 3,62 m, vier Rollenoffset- und zehn Bogenoffset-Druckmaschinen sorgen im Werk von Mondadori Printing in Verona für jährlich rund 200 000 Tonnen bedrucktes Papier. Da liegt es auf der Hand, dass der Rotationsabnahme als effiziente Schnittstelle zwischen Druck und Weiterverarbeitung eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Vom PDF bis zur Auslieferung
Mondadori vertraut deshalb seit vielen Jahren auf Stangenbildner von Müller Martini – erst auf den Stangenausleger 244, später auf den Avanti und seit einigen Monaten auf zwei AvantiPlus mit Palettierautomat 443. «Um einen effizienten Prozessablauf zu gewährleisten», sagt Giovanni Vaglia, Verantwortlicher für den Drucksaal, «brauchen wir ebenso schnelle wie zuverlässige Maschinen. Zuverlässigkeit ist deshalb besonders gefordert, weil wir an sechs Tagen in der Woche und nicht selten auch am Sonntag rund um die Uhr produzieren. Dass die Stangen eine ausgezeichnete Qualität aufweisen, erhöht den Produktionsfluss zusätzlich.»

Dabei beschränkt sich der Workflow der Printprodukte keineswegs auf Druck und Weiterverarbeitung. «Dank unserer grossen Logistik-Erfahrung», betont Giovanni Vaglia, «begleiten wir unsere Kunden während des gesamten Prozesses vom PDF bis zur Auslieferung.» So beispielsweise auch bei einem der wichtigsten Aufträge, dem jährlich in einer Auflage von rund 15 Millionen Exemplaren erscheinenden und mehr als 350 Seiten umfassenden IKEA-Katalog.

Klebebindung und Drahtheftung
Fremdaufträge machen bei Mondadori Printing in Verona 60 Prozent des Volumens aus, während die restlichen 40 Prozent aus der Mondadori-Gruppe stammen. Ein Grossteil davon entfällt wiederum auf klebegebundene Kataloge und Magazine. «Wir haben uns hier in Verona», so Giovanni Vaglia, «auf Softcover-Produkte spezialisiert, während in unserem Schwesterbetrieb in Melzo wegen der Nähe zu Mailand vorwiegend drahtgeheftete Wochen- und Monatszeitschriften (rund 50 an der Zahl) produziert und dann auch schnell ausgeliefert werden.»

Allerdings nicht ausschliesslich, denn 300 000 von insgesamt 1,2 Millionen Exemplaren von Italiens grösster TV-Zeitschrift «TV Sorrisi e Canzoni» werden in Verona sowohl gedruckt als auch drahtgeheftet.


Beim Palettierautomaten 443 fahren horizontale und vertikale Antriebe gleichzeitig und platzieren die Stange sehr exakt. Die genaue Positionierung ergibt eine kompakte Palette, in der Produkte schonend und stabil gelagert werden.

Stangen in Verona, Rollen in Melzo
Zwischen den beiden Werken in Verona und Melzo (dort stehen vier weitere Cerutti-Tiefdruckmaschinen mit Bahnbreiten von 2,45 m im Einsatz) gibt es noch einen markanten Unterschied. In Verona werden die Bogen ausschliesslich als Stangen via Streamfeeder den Weiterverarbeitungssystemen zugeführt. In Melzo hingegen erfolgt die automatische Beschickung ab dem Rollen-System PrintRoll. Zwar verfügt Mondadori Printing auch in Verona über PrintRoll. Doch diese dienen lediglich als Backup-Lösung, und die Bogen werden wieder zu Stangen abgewickelt.

Weiterverarbeitet werden sie übrigens ebenfalls auf Müller Martini-Maschinen – die Softcover-Kataloge und -Magazine auf drei Hochleistungs-Klebebindern Corona, die drahtgehefteten Zeitschriften auf einem Sammelhefter 301. Im Mondadori-Werk Melzo wiederum wird gleich mit vier Sammelheftern Tempo produziert.

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