alpha print medien – der Firmenname ist gleichzeitig auch Programm. "Indem wir den Begriff ‚Medien’ integriert haben", so Erich Thomanek, Vorsitzender des Vorstandes, "wollen wir dokumentieren, dass wir mehr können als nur drucken." Unter dem Motto "Zeichen setzen" entwickelt apm deshalb gemeinsam mit den Kunden innovative Produkte und organisiert alle zwei, drei Monate Kundenveranstaltungen. "Es ist zwar", so Erich Thomanek, "ein harter und langer Weg, und ich komme mir manchmal vor wie ein Missionar. Doch bei unseren Kunden wächst die Erkenntnis, dass es Sinn macht, Daten mehrfach zu nutzen und zentral zu verwalten."
 Erich Thomanek, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Olaf Schneider, Leitung Technik, Udo Görich, Leiter Weiterverarbeitung, und Wolfgang Kurz, Product Manager Müller Martini Deutschland (von links), vor dem PrintRoll-Lager bei apm.
Zwei Fliegen auf einen Streich Mehrwert schaffen für die Kunden, die zu 90 Prozent aus Deutschland stammen, das heisst für Erich Thomanek: zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Konkret: die elektronischen Medien genauso nutzen wie die Printmedien. Denn Internet, CD oder DVD zum Trotz stellt apm als vollstufiger Betrieb gleichzeitig auch eine erfreuliche Zunahme von gedruckten Produkten fest.
Nicht weniger als 90 Tonnen Papier pro Tag werden im ehemaligen Burda-Gebäude in Darmstadt bedruckt. Hier nahm apm nach dem Zusammenschluss der Union Druckerei Frankfurt und der VOD Eppelheim im Januar 2004 die Produktion neu auf. Hergestellt werden Prospekte, Kataloge oder Periodika ebenso wie Kundenzeitschriften, Broschuren oder Zeitungsbeilagen mit Auflagen zwischen 100 000 und fünf Millionen Exemplaren, vom 25-Gramm-Dünndruck- bis hin zum 135-Gramm-Papier.
Drei Rotationsschneider Compacto... Um diese riesigen Mengen effizient und zuverlässig weiter verarbeiten zu können, setzte apm schon am alten Standort in Frankfurt Rotationsabnahme-Systeme von Müller Martini ein. In Darmstadt laufen seit Februar 2004 gleich drei neue Compacto. Diesen Rotationsschneider präsentierte Müller Martini an der drupa 2004 erstmals einer breiten Öffentlichkeit.
Rund 60 Prozent der Drucksachen von apm, die beschnitten werden, laufen über die drei Compacto und danach zu den Kreuzlegern Forte. Erich Thomaneks Erfahrungen mit den neuen Maschinen sind durchweg positiv: "Der Compacto sorgt für eine schnelle Verarbeitung, ist rasch umgerüstet, hat eine saubere Elektronik und ist einfach zu handhaben. Das gleiche gilt auch für den Forte, der überdies sehr flexibel einsetzbar ist."
...und Universal-Doppelaufrollung Die restlichen 40 Prozent der apm-Printprodukte gehen auf die Universal-Doppelaufrollung. Stangen und Paletten macht apm hingegen keine. "Wir haben", so Erich Thomanek, "nach einer idealen Parallellösung für direktes Übernehmen der Printprodukte von unseren beiden Rotationen M600 gesucht. Die Kombination ‚PrintRoll’/Direktabnahme hat uns überzeugt, und deshalb haben wir uns wiederum für ein Rotationsabnahme-System von Müller Martini entschieden."
Selektives Sammelheften und Einstecken Doch nicht nur bei der Rotationsabnahme, sondern auch bei den Sammelheftern setzt apm mit seinen 210 Mitarbeitern (davon 45 in der Weiterverarbeitung) auf Müller Martini. Neben zwei Tempo-Linien mit jeweils sechs Flachstapelanlegern mit PrintRoll-Doppelabrollungen, einem Kartenfalzanleger, einem Warenkleber, Biliner mit zwei Tandemanlegern, Inkjet-Aussenadressierung, Touren-Adressblatt-Auflage TABA und Folienverpackung steht auch ein PrimaPlus SB mit einer Onyx-Einstecklinie für Selective Binding hoch im Kurs.
"Man kann heute nicht mehr mit der Giesskanne Werbung streuen", betont Erich Thomanek. "Selektive Werbung wird deshalb in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, um die Werbung auch wirklich dem richtigen Kunden zukommen zu lassen. Und da leistet uns der voll selektive PrimaPlus SB zusammen mit der Onyx-Einstecklinie gute Dienste, indem wir beispielsweise sortiert nach Postleitzahlen oder personalisiert Beilagen einstecken können." |