Der Standort des neuen 20'000 Quadratmeter grossen FOT-Betriebs in Pusignan im Industriegebiet von Lyon, der 1997 bezogen wurde, hat Symbolcharakter. Denn nur wenige hundert Meter entfernt befindet sich der futuristisch anmutende TGV-Bahnhof "Satolas". Höchstgeschwindigkeit und modernste Technik sind nicht nur für das Aushängeschild der französischen Staatsbahnen SNCF angesagt, sondern auch für FOT Imprimeurs. So investierte das 1957 von Edmond Vinay gegründete graphische Unternehmen, das heute in den drei Geschäftsbereichen Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung 190 Mitarbeiter beschäftigt, auch in schwierigeren wirtschaftlichen Zeiten laufend in neue Maschinen.
Pakete und Stangen Rund 70 Prozent der von FOT gedruckten Produkte (vorwiegend Werbebroschüren, Prospekte und Kataloge, jedoch keine periodisch erscheinenden Magazine) werden mit dem Rotationsdreischneider Exacto und dem Hochleistungs-Kreuzleger Forte zu fertigen Stapeln verarbeitet. Diese werden dann vom vollautomatischen Palettierer Cohiba abgestapelt.
Die rund 30 Prozent des gesamten Druckvolumens ausmachenden Signaturen für geheftete oder klebegebundene Produkte werden – da bei FOT nur ganz wenig Produkte selber sammelgeheftet werden – nach der Zentrierung und Pressung dem Stangenbildner Avanti zugeführt und an auswärtige Buchbindereien weiter transportiert.
1999 der erste Avanti Bereits am alten Firmenstandort in Vaulx-en-Velin nahm FOT 1993 das erste Rotationsabnahme-System von Müller Martini, bestehend aus einer Schneidelinie und zwei Kreuzlegern CS-70, in Betrieb. 1999 kamen im Neubau in Pusignan ein Stangenbildner Avanti, ein Palettierautomat Cohiba, ein Kreuzleger Forte und eine weitere Schneidelinie dazu. Weil auch dieses System zur vollen Zufriedenheit von FOT läuft, entschied sich die Firma vor Jahresfrist bei der dritten Etappe der Rotationsabnahme wiederum für Müller Martini.
Neben dem neuen, an der drupa 2004 erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentierten AvantiPlus mit dem neuen Palettiersystem 443 und dem Avanti stehen damit bei FOT insgesamt sechs Schneidelinien, sechs Forte, zwei CS-70, zwei Cohiba sowie diverse Transporteur-Systeme im Einsatz.
Sowohl über den neuen AvantiPlus als auch über den Cohiba ist Malek Zemma, Leiter Weiterverarbeitung, des Lobes voll: "Beide Maschinen laufen äusserst zuverlässig. Die von ihnen erzeugten Stangen und Paletten zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Die völlige Automatisierung erlaubt uns zudem, die Personalkosten im Griff zu halten." |