Der Name Lonnemann steht seit drei Generationen für Kundennähe und Zuverlässigkeit. 1909 von Anton Lonnemann gegründet, veränderte sich das Unternehmen im Laufe der Jahre zu einem modernen Druck- und Mediendienstleister. Seit 1988 führt Hubert Lonnemann die Geschäfte des Familienunternehmens, das mit 65 Mitarbeitern und einer Produktionsfläche von rund 3600 m² zu den grossen Druckdienstleistern in der Region gehört.
 Geschäftsführer Hubert Lonnemann (rechts) und Uwe Bätz , Leiter Weiterverarbeitung (Mitte), sind davon überzeugt, mit dem Sammelhefter BravoPlus Amrys die richtige Entscheidung für die Zukunft getroffen zu haben. Links Michael Oestermann von Müller Martini Deutschland
„Als Basis unseres Erfolges sehe ich die optimale Integration der Verfahrensschritte Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung an“, unterstreicht Geschäftsführer Hubert Lonnemann. „Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren bei unseren Neuanschaffungen auch konsequent auf die Möglichkeiten einer Workflow-Anbindung geachtet.“
Dank einer Investitionssumme in sechsstelliger Höhe allein im Bereich EDV verfügt die Lonnemann GmbH über neueste Software, die den Kern der JDF-Vernetzung darstellt. In der Vorstufe wird CREO verwendet und im Druck mit der Firma Heidelberg gegenwärtig die JDF-Anbindung der vier Druckmaschinen an realisiert. „Unsere neuen Falzmaschinen von MBO und den Sammelhefter BravoPlus Amrys von Müller Martini werden wir dann in einer zweiten Phase ab März 2005 in den durchgängigen Workflow einbinden,“ umreisst Hubert Lonnemann die weitere Planung.
Vor einigen Monaten hat die Lonnemann GmbH einen bestehenden Sammelhefter 321 durch den neuen Sammelhefter BravoPlus Amrys ersetzt. „Das war ein richtiger Quantensprung“, stellt Uwe Bätz, Abteilungsleiter Weiterverarbeitung, klar. „Wir konnten die Rüstzeiten glatt halbieren. Und da wir häufig kleine Auflagen fahren und den Sammelhefter oft fünf oder sechs Mal am Tag umstellen müssen, sparen wir viel Zeit. Wenn ich jedes Mal von einer Zeitersparnis von rund einer halben Stunde ausgehe, dann kann man sich ausrechnen, dass wir dadurch schnell einmal einen oder zwei Aufträge pro Tag mehr erledigen können.“
Ausschlaggebend bei der Ersatzinvestition war für Hubert Lonnemanndie Amrys-Fähigkeit und die Möglichkeit zurEinbindung des BravoPlus in einen durchgängigen Workflow. „Amrys war für uns sehr wichtig, und wir werden in naher Zukunft gemeinsam mit der Firma Hiflex das Thema JDF angehen.“ Dass es der Lonnemann GmbH mit der Vernetzung aller Produktionsabläufe ernst ist, unterstreicht die Tatsache, dass mit Oliver Margraf im Oktober 2004 ein Spezialist eingestellt wurde, der sich ausschliesslich um diesen Bereich kümmert.
In welchem Masse sich die durchgängige Vernetzung aller Arbeitsprozesse später auf die Durchflussgeschwindigkeit der Produkte niederschlagen wird, dazu wollte sich MIS-Administrator Oliver Margraf noch nicht äussern. „Sicher ist aber, dass wir eine wesentlich grössere Transparenz an Informationen erhalten. Diese führt vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt dazu, dass wir eine bessere Übersicht über alle Kostenstellen haben.“ Im Klartext: Lonnemann sieht, wo Kosten entstehen, wo Fehler vermieden oder Optimierungsmassnahmen getroffen werden können.
„So rasch, wie das auf der drupa 2004 propagiert wurde, wird die vernetzte Druckerei wohl kaum Realität werden“, ist Hubert Lonnemann überzeugt. „Ich schätze, es wird noch drei bis vier Jahre dauern, bis man überhaupt von vernetzten Druckereien in breitem Rahmen reden darf.“ Er möchte allerdings differenzieren zwischen den zehn Prozent der Betriebe in Deutschland, die mehr als 60 Prozent der Beschäftigten ausmachen und der Vielzahl von Kleinbetrieben. „Für die kleineren Unternehmen,“ so glaubt er, „wird JDF und Vernetzung vorerst noch keine Rolle spielen. „Das deshalb, weil eine kleine Buchbinderei, die vor drei oder vier Jahren investiert hat, in den nächsten fünf oder sechs Jahren wohl kaum wieder investieren wird. Und die älteren Maschinen sind nun einmal nicht zu vernetzen.“
Hier befindet sich die Lonnemann GmbH in einer komfortablen Situation. - „Wir haben einerseits darauf geachtet, dass wir die Kosten stets im Griff behalten, andererseits aber auch die notwendigen Investitionsschritte forciert“, unterstreicht Geschäftsführer Hubert Lonnemann. - So darf man mit Fug und Recht behaupten, dass in Selm die Zukunft bereits begonnen hat und Lonnemann bestens dafür gerüstet ist.
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