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Wie grafische Betriebe ihre Wirtschaftlichkeit verbessern: Eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen schafft Wettbewerbsvorteile im Markt
Zuverlässige Kontrollsysteme – vollautomatisierte Produktionslinien – umfassendes Serviceangebot: Müller Martini zeigt an der drupa 2012, wie grafische Betriebe die Verfügbarkeit ihrer Anlagen erhöhen und so ihr Betriebsergebnis verbessern können.

Damit die grafische Industrie in schwierigen Zeiten noch wirtschaftlicher produzieren kann, braucht es nicht nur einen durchgehenden Workflow von der Druckvorstufe bis zum fertigen Produkt auf der Rampe und schnell von einem auf den nächsten Job umrüstbare Systeme, sondern insbesondere auch zuverlässige Anlagen. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Zum einen müssen Stopper an der Maschine, zum andern Qualitätsmängel bei den Produkten verhindert werden.


Franz Dengler (links), Produktionsleiter bei Reclam: «Wie viel haben Sie für Reklamationen einkalkuliert…?» Rechts Peter Stein, Vertriebsbeauftragter Müller Martini Deutschland.

Das Sicherstellen einer hohen Produktivität und Prozesssicherheit haben im Zeichen der von einer Öffnung der Märkte und damit einer verstärkten Austauschbarkeit geprägten Globalisierung an Bedeutung gewonnen. Diese beeinflussen neben dem Faktor Mensch insbesondere auch die technischen Möglichkeiten der Produktionssysteme. Denn fehlerhaft geheftete oder gebundene Produkte können schnell ins Geld gehen. «Wie viel haben Sie für Reklamationen einkalkuliert…?» pflegt deshalb Franz Dengler, Produktionsleiter bei der für ihre Gelben Heftchen bekannten Druckerei Reclam im deutschen Ditzingen ironisch jeden Buchbinder zu fragen, der ohne Barcode- oder Bildvergleichsmodus produziert.


Viele kleinere und mittelgrosse Betriebe sind mit innovativen Maschinenlösungen überaus erfolgreich, weil sie damit schnell und flexibel auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren können – beispielsweise mit einem Klebebinder Pantera von Müller Martini, dessen Menüführung dank des Commanders nahezu selbsterklärend ist.

Reclam vertraut mit seiner dreischichtig laufenden Klebebindelinie Bolero von Müller Martini auf die automatische Bogenerkennung Asir 3. Sie erkennt nicht nur falsch eingelegte Bogen an der Zusammentragmaschine, sondern stellt dank dem von Müller Martini entwickelten AsirCode auch eine korrekte Reihenfolge der Bogen und eine reproduzierbare Qualität sicher. «Asir 3 garantiert uns», so Franz Dengler, «eine 100-prozentige Verlässlichkeit.»

Tiefere Stückkosten dank hoher Automatisierung

Zu einer höheren Nettoleistung mit positiven Auswirkungen auf das Betriebsergebnis verhelfen neben zuverlässigen Kontrollsystemen auch vollautomatisierte Produktionslinien. Das gilt für Grossbuchbindereien ebenso wie für Nischenanbieter. «Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten brauchen wir hochautomatisierte Systeme», sagt José Pinto, Besitzer der 40 Mitarbeiter beschäftigenden Greca Artes Gráficas im Porto. Trotz schwieriger Wirtschaftslage in Portugal investierte Greca mit einem Sammelhefter Presto E90 und einem Klebebinder Pantera in zwei Lösungen von Müller Martini. «Mit vollautomatisierten Systemen kann ich die Stückkosten senken», sagt José Pinto. «So erhöhe ich die Produktivität und bin auf dem Markt konkurrenzfähiger.»

Viele kleinere und mittelgrosse Betriebe sind mit innovativen Maschinenlösungen überaus erfolgreich, weil sie damit schnell und flexibel auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren können. «Früher schafften wir gerade mal 1000 Softcover-Bücher pro Schicht», erinnert sich Daniel Majdiš, Chef Produktion und Technik bei alfaPRINT (65 Mitarbeiter) im slowakischen Martin, «heute sind es auf dem Pantera mindestens 2000 Exemplare – pro Stunde!» Das macht per Saldo eine Steigerung der Produktivität um stolze 1600 Prozent. Erfreuliche Konsequenz: Die vor Inbetriebnahme des neuen Klebebinders wegen grosser Verzögerungen in der Produktion und damit verbundenen Wartezeiten verlorenen Kunden wurden allesamt wieder zurückgewonnen.

Auch die lediglich zehn Mitarbeiter beschäftigende schwedische JKJ Bokbinderi AB in Falköping produziert heute dank eines neuen Pantera rund 50 Prozent mehr Softcover-Produkte. «Wir haben trotz schwieriger Zeiten unseren Auftragsbestand gesteigert», sagen die Firmenbesitzer Jimmy und Johan Ahlrik. Erhöht hat JKJ aber nicht nur den Kundenstamm, sondern insbesondere auch die Zuverlässigkeit und Flexibilität. «Das ist deshalb besonders wichtig», so Jimmy und Johan Ahlrik, «weil wir ein grosses Auflagespektrum abdecken – von 500 bis 300 000 Exemplaren pro Job. Wir stellen die Klebebindelinie deshalb bis zu sechsmal am Tag um. Und das geht nun um ein Vielfaches schneller.»

Regelmässiger Service sorgt für hohen Investitionsschutz

Neben Neuinvestitionen sind auch die regelmässige Wartung und Updates elementare Voraussetzungen für die Aufrechterhaltung einer hohen Produktivität und Profitabilität. Das sichert eine hohe Verfügbarkeit der Produktionsanlagen, auf welche die grafischen Betriebe wegen des grossen Preisdrucks und immer engeren Terminfenstern verstärkt angewiesen sind. Dass Maschinen auch Jahre nach der Inbetriebnahme immer noch auf hohem Niveau produzieren, beweist das Beispiel des 1997 installierten Sammelhefters Tempo von Müller Martini bei der HeiRa GmbH in Gernsheim (Deutschland), einem der grössten Sammelhefter-Weiterverarbeitungsbetriebe in Europa. Auf diesem wird um die drupa-Tage herum das milliardste Magazin geheftet.

Eine durchschnittliche Jahresleistung von 65 Millionen, ein maximaler Monatsausstoss von 7,905 Millionen und ein Tageshöchst-Output von 400 000 Exemplaren sind laut dem Technischen Leiter Peter Dickler nur möglich, «weil wir zum einen im Laufe der Jahre die eine oder andere Maschinenkomponente umgebaut oder erneuert haben und weil zum anderen unsere Bediener mit vorbeugenden Massnahmen viel zu einer hohe Verfügbarkeit der Anlage beitragen.»

Weil eine fundierte Aus- und Weiterbildung des Personals sowie regelmässige Wartungen einen wesentlichen Anteil an einem hohen Investitionsschutz und einem entsprechend guten Return on Investment haben, hat Müller Martini mit dem sieben Module umfassenden Label MMServices sein Serviceangebot standardisiert. «Wir sorgen», so Bruno Müller, CEO Müller Martini, «für einen umfassenden Service, erhöhen den Lebenszyklus der Anlagen und machen bestehende Systeme mit Ausbaumöglichkeiten fit für neue Produktideen und Märkte. Bei Neuinvestitionen schaffen wir für unsere Kunden einen echten Mehrwert mit intelligent vernetzter Spitzentechnologie, und bei bestehenden Maschinen erhöhen wir die Ertragskraft mit gezielten Massnahmen für eine höhere Verfügbarkeit.»

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