Nach einer intensiven Testphase produzieren Sie seit mehreren Monaten auf Hochtouren mit der neuen Zusammentragmaschine von Müller Martini. Was gefällt Ihnen an der ZTM 3697 besonders? Luca Lombardi*: Sie ist wesentlich schneller, flexibler und zudem einfacher zu bedienen als andere Zusammentragmaschinen im Hochleistungssegment. Da Stopps ganz selten sind, erzielen wir einen wesentlich höheren Netto-Output als bei den Vorgängermodellen.
Luca Lombardi: «Wer einmal an der neuen ZTM 3697 gearbeitet hat, möchte lieber nicht mehr an andere Maschinen zurückkehren.» |
Können Sie die Produktivitätssteigerung genauer beziffern? Sie liegt zwischen 10 und 15 Prozent. Wir erreichen etwa 90 Prozent des theoretisch maximalen Netto-Outputs. Einen wesentlichen Anteil an der höheren Produktivität hat neben der Geschwindigkeit auch das schnelle Make Ready.
Was macht das Einrichten und Umrüsten der ZTM 3697 so einfach? Ein riesiger Vorteil der neuen Maschine ist die zentrale Steuerung von einem einzigen Commander aus. Dass Feineinstellungen während der laufenden Produktion vorgenommen werden können, dass die Kanalhöhenverstellung motorisiert erfolgt und dass die Anleger ohne Kran gewechselt werden können – all das sind weitere entscheidende Faktoren für schnelle Umstellungen, die wiederum zu markanten Produktionssteigerungen führen.
 Die neue ZTM 3697 kann von einem einzigen Commander aus zentral gesteuert werden.
Sie haben den Commander erwähnt. Welche konkreten Vorteile bietet Ihnen die zentrale Steuerung? Der Hauptvorteil besteht darin, dass die gesamte Maschine auf dem Bildschirm zu sehen ist. Jeder einzelne Anleger kann angetippt und damit von einem zentralen Punkt aus eingestellt werden. Das ist nicht nur sehr übersichtlich, sondern auch sehr bedienerfreundlich.
Wie hat sich die neue Maschine auf die Motivation Ihrer Mitarbeiter ausgewirkt? Überaus positiv! Vor allem unsere jüngeren, an Computer gewohnte Maschinenführer fühlen sich auf der Touchscreen-Bedienung wie zu Hause. Spass haben sie insbesondere an der hohen Geschwindigkeit der innovativen ZTM 3697. Topgeschwindigkeiten werden im Vergleich zu früher nicht mehr als Problem, sondern als grosse Herausforderung betrachtet. Unsere Mitarbeiter sind stolz, mit so hohen Geschwindigkeiten zu produzieren – schliesslich befinden wir uns im Land von Ferrari. Dass wir bei Distriberg mit so hohen Taktzahlen fahren, hat sich natürlich herumgesprochen und führt dazu, dass wir noch mehr Aufträge bekommen. Das ist ein zusätzlicher Aufsteller für unsere Mitarbeiter, weil ihr Arbeitsplatz dank guter Auftragslage nicht gefährdet ist.
Wie beurteilen Ihre Mitarbeiter die neue ZTM 3697 aus der Optik der Bedienerfreundlichkeit? Sie empfinden die neue Maschine als sehr ergonomisch – nicht nur wegen der idealen Höhe für die Beschickung, sondern auch wegen der komfortablen Bedienung. Wir beschäftigen neben Italienern auch Mitarbeiter aus anderen Ländern, die deutlich kleiner gebaut sind. Für sie ist das Arbeiten an den Streamfeedern dank der geringeren Höhe der Linie wesentlich angenehmer. Wer einmal an der neuen ZTM 3697 gearbeitet hat, möchte lieber nicht mehr an andere Maschinen zurückkehren. Jeder ist stolz, wenn er zur Crew der neuen Maschine gehört.
_______________ *Luca Lombardi ist Direktor der Buchbinderei Distriberg im norditalienischen Grassobbio. Das zur Bertelsmann/Arvato-Gruppe gehörende Unternehmen verarbeitet jährlich rund 300 Millionen Printprodukte – je zur Hälfte klebegebunden und drahtgeheftet. Produziert werden diese ausschliesslich auf Müller Martini-Systemen (Sammelheftung: 2 Tempo, 1 Prima, 1 Sammelhefter 300 / Klebebindung: 2 Corona C18, 1 Corona C12, 1 Normbinder).
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