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Ergonomische Bedienung: Benutzerfreundlich produzieren
Die Ergonomie von Maschinen und Arbeitsprozessen ist in der grafischen Branche die Herausforderung. Wie gross die Fortschritte in der Bedienung sind, zeigt der neue Sammelhefter Primera von Müller Martini exemplarisch.


Der neue Sammelhefter Primera von Müller Martini gilt als Modellbeispiel einer konsequent ergonomischen Gestaltung.

Aus ergonomischer Sicht ist das benutzergerechte Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine zentral. Viele Bemühungen richten sich daher darauf, das Human Machine Interface (HMI), die Mensch-Maschine-Schnittstelle, zu optimieren. Das HMI erlaubt das Bedienen einer Maschine, das Beobachten des Anlagenzustands und (falls erforderlich) das Eingreifen in den Arbeitsprozess. Wichtig ist dabei der reibungslose Informationsfluss zwischen Mensch und Maschine. Funktioniert die Kommunikation einwandfrei, ist der Arbeitsprozess ergonomischer und wirtschaftlicher. Denn nimmt die Bedienungsfreundlichkeit zu, lassen sich die Maschinen schneller einrichten.

Konsequent ergonomisch ausgerichtet
Damit Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsmittel menschlichen Bedürfnissen entgegenkommen, müssen sie die Körpermasse und physischen Fähigkeiten berücksichtigen. Wenn diese anthropometrischen Gegebenheiten in Tätigkeiten wie Sehen, Greifen, Heben, Sitzen oder Bewegen einfliessen, steigt das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Der Primera gilt als Modellbeispiel einer konsequent ergonomischen Gestaltung. Die Bedienung ist sehr übersichtlich, einfach strukturiert und bietet hohen Komfort. Der neue Sammelhefter von Müller Martini erlaubt grundsätzlich das Ausführen aller wichtigen Tätigkeiten auf der Vorderseite, auf der auch alle Bedienelemente gruppiert sind. Ein zentraler Bildschirm dient dem Maschinenführer als intuitiv angelegter Dreh- und Angelpunkt seiner Arbeit. Auf dem Touchscreen findet er den Einrichtassistenten, der ihn schrittweise durch alle Einrichtfunktionen führt.

Auch alle lokalen Bediengeräte sind in einem guten Winkel einsehbar und liefern alle wichtigen Details zur laufenden Produktion. Leicht erhöhte Knöpfe auf den Bildschirmen unterstützen die Bedienung, wenn der Maschinenführer vorübergehend keinen Sichtkontakt zur Tastatur hat. Erforderten frühere Maschinengenerationen noch den Stillstand des Arbeitsprozesses, sind symbolisch eindeutig gekennzeichnete Einstellelemente nun während des Laufs bedienbar.

Schritt für Schritt ergonomisch
Beachtet werden muss zu Beginn und am Ende des Sammelheftens der Umgang mit Papier, das in der Druckweiterverarbeitung wegen der dem Menschen zumutbaren Hebe- und Traglasten eine kritische Grösse darstellt. Streamfeeder ermöglichen das Heben des Papiers auf eine ergonomiegerechte Höhe, von der aus die Flachstapel-Anleger gut zu beschicken sind. Zudem erfolgt die Zuführung technisch erst noch besser und schneller. Jeder Anleger verfügt serienmässig über einen Bügel, auf dem das Bedienpersonal ein Muster des einzusetzenden Bogens im Blickfeld hat.

Im Anleger kommt der Separierung der Produkte eine wichtige Bedeutung zu. Damit das Bedienpersonal auch diese Funktion ergonomisch wahrnehmen kann, stehen Schieberregler auf der Vorderseite bereit. Sie steuern die Separiernadeln, welche die Bogen vereinzeln. Ein ergonomisch und praktisch wichtiges Detail dabei: Die manuelle Bewegungsrichtung stimmt mit der Laufrichtung in der Maschine überein.

Gute Einsicht beim Heften und Schneiden
Grosse Plexiglas-Türen machen aus den Heftmaschinen und Dreischneidern gut zugängliche Elemente im weiteren Arbeitsprozess. Das einst sehr umständliche Einstellen der Dickenkontrolle entfällt. Der Maschinenführer bereitet das Prüfen eines Heftes auf seine Vollständigkeit am HMI vor, wo er die geforderte Dicke eintippt. Mit Hilfe eines einzigen Werkzeugs, das unmittelbar neben dem Einsatzort deponiert wird, kann er die Heftköpfe einstellen. War früher sehr viel Augenmass zum Justieren nötig, so sind die Skalen dafür nun gut sichtbar. Auch die Führung des Drahtes mit vereinfachtem Einfädeln hat einen grossen Entwicklungssprung erlebt.

Beim Einlauf in den Dreischneider kann das Bedienpersonal allenfalls nötige Zusatzbänder leicht montieren und demontieren. Alle darüber hinaus verlangten Einstellungen von Produktdicke, Rückenlänge, Kopfabschnitt und die optionale pneumatische Messerklemmung sind beim Primera auf der Bedienerseite möglich. Der Primera in der E-Version ist dank Amrys vollautomatisiert.

Gesünder arbeiten dank Ergonomie

Die Ergonomie als Teil der Arbeitswissenschaft verfolgt das Ziel, die Arbeitswelt menschengerechter zu gestalten und die Technik dem Menschen anzupassen. Einerseits will sie die Produktionsprozesse so beeinflussen, dass das Personal bei einem Maximum an Effizienz vor unnötigem Stress und körperlichen Schäden durch seine Tätigkeit geschützt ist (Produktionsergonomie). Andererseits sollen Maschinen und Endprodukte selber eine komfortablere Bedienung ermöglichen (Produktergonomie). Wer an einer ergonomisch optimalen Maschine arbeitet, ist weniger krank, hat eine gute Körperhaltung, und seine Gesundheit wird unterstützt. Kurz: die Arbeit an der Maschine macht Spass. Bei falscher Arbeitsplatzgestaltung ist die Produktivität geringer, die Produkte weisen eine schlechtere Qualität aus, der Krankenstand ist höher, und die Mitarbeiter sind weniger zufrieden.

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